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“Den hart erkämpften Pokal in den Belgischen Bierhimmel gestemmt”

Was in der Corporate World und im Profisport bereits gang und gäbe ist, soll dem Kubb WM Team „Basel Sicks Pack“ nur recht sein. Ein „Teambuilding-Event“ musste also her, um die sechs ambitionierten Einzel-Kubber (3 x B-Team, 2 x KFP, 1 x KC Mineral Kübbli) noch stärker zu einem „high performing“ Team zu schweissen. Destination war die zweite Ausgabe der Dissers Trophy in Heist-op-den-Berg, dem Kubb-Mekka Belgiens.

Nach sportlicher sechsstündiger Anfahrt und einem kurzen Carboloading wurde in Antwerpen eine erste intensive Trainingseinheit gefahren. Selbst die belgischen Ordnungshüter konnten die Zielübungen auf „Urban-Obstacles“ nur kurzfristig unterbrechen. Am nächsten Tag haben wir die Zelte am Pool aufgeschlagen, ein leichtes Kubbing absolviert und die lokalen Bars getestet.

Mit ehrgeizigem Zeitplan – sprich gerade 30 Minuten zwischen Aufstehen und Turnierbeginn inkl. 10 Minuten Anfahrt – war das komplette Team dann doch noch rechtzeitig auf dem Platz. In sechs Gruppen standen sich insgesamt 27 Vierer- bis Sechserteams gegenüber. Aus Deutschland angereist waren die Jungs aus Schindhard mit den Teams Hägar Club und Schorlefraktion sowie aus Berlin die Gipfelstürmern als Dreierteam. Im zweiten Vorrundenspiel stand uns bereits das Team OHC 1 – zweifacher Belgischer Meister – gegenüber. Nach einem ziemlich zähen Spiel unsererseits, und einem gut spielenden OHC, mussten wir uns in zwei Sätzen 0:2 geschlagen geben. Da nach der Gruppenphase direkt die Viertelfinals anstanden, mussten wir uns den Platz unter den besten acht im Shoot-Out erkämpfen. Laserscharf konnten wir das Shoot-Out in der zweiten Runde für uns entscheiden. Im Viertelfinals mussten wir sämtliche gesammelten Nagetierqualitäten auspacken, um uns gegen das sympathische Sechserteam von Vlaanderen Kubbt (in früherer Formation auch schon zweimal Belgischer Meister) mit einer ziemlichen Portion Glück mit 2:1 fürs Halbfinale zu qualifizieren. Im Halbfinale war dann die bisher gezeigte, eher durchschnittliche Leistung einfach nicht mehr genügend. In drei Sätzen mussten sich die „Whisk-Boys“ dem Team Kapido (ältere Semester und in den letzten fünf grösseren, belgischen Turnieren ewiger Zweiter) geschlagen geben. In einem weiteren zähen Spiel um Platz drei, konnten wir Freddy & Co. mit 2:1 schlagen und den hart erkämpften Pokal in den Belgischen Bierhimmel stemmen. Im Finale standen sich somit Kapido und den Jungspunden von ‘t Is Gebeurd [Disco Birds] gegenüber. Die Disco Birds konnten Kapido in drei Sätzen bezwingen und sie somit auf ihren gewohnten zweiten Platz verweisen.

Das Turnier wurde von den Dissers sehr gut organisiert, der Getränkevorrat war optimal berechnet und das kulinarische Angebot mit viel Herz zubereitet. Der Gourmet-Schweizer sollte sich jedoch vielleicht eher an das belgische Bier halten, anstatt sich an die Hot Dogs zu wagen… Wir wurden von unseren Gastgebern, Turnierorganisatoren und sämtlichen belgischen Teams sehr herzlich aufgenommen. Die top Teams spielen auf einem guten Niveau, mit der Belgischen Meisterschaft mit bis zu 200 (!) Teams und 50-60 kleineren Turnieren pro Jahr ist Belgien im Moment ganz klar eines der spannendsten europäischen Kubb-Länder. Am Sonntag (!) 25. August findet anschliessend an die Belgische Meisterschaft das Masters of Kubb statt.

Zusammenfassend müssen sicherlich die herausragenden Nagetier-Qualitäten und die universelle Einsetzbarkeit der sechs Spieler hervorgehoben werden. Bezüglich Teamzusammenhalt war der Ausflug ins Land der Fritten, Duvels und verschwundenen Whiskys ein voller Erfolg, in sportlicher Hinsicht gibt’s noch ein bisschen Potential nach oben.

Getreu unserem Motto „What happens in Belgium stays in Belgium“ wurden die spannendsten Geschichten zensiert. Durch Bestechung mit einem Sicks Pack oder zu später Stunde könnt ihr vielleicht von einem der Sickos mehr erfahren…

Belgien 2013 HD from chrigi on Vimeo.

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