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Tent-it-Up-Presidente Johannes Haslimeier über das anstehende Turnier, die veränderte Wurftechnik und seine Wahl zum Most Valuable Player 

032Marc Binder hat dich für dieses Interview vorgeschlagen. Er möchte von dir wissen, mit wem du die grösste Rechnung offen hast?

Einzelmässig habe ich die grösste Rechnung mit ihm selbst offen, als er am Mighty 2012 bereits in der Zwischenrunde vor „Völleheit“ am Boden lag mir dann doch eine Packung verteilte und das Turnier letztlich gewann. Als Team hat man mit den meisten irgend eine Rechnung offen, wenn man schon so lange und so viel gespielt hat.

Du wurdest am Master 2014 zum Most Valuable Player gewählt. Warst du über die Auszeichnung überrascht, zumal du lange wegen deiner Handverletzung eingeschränkt warst?

Damit hätte ich nicht gerechnet. Nachdem die Zettel verteilt wurden, hörte ich aber von einigen, dass ganze Teams für mich gestimmt hätten. Als mir der Titel verliehen wurde, war ich dann nicht mehr ganz so überrascht, aber habe mich sehr darüber gefreut!

Hat die Auszeichnung womöglich damit zu tun, dass du letzte Saison die „Todeskralle“ (Schnabeltechnik) abgelegt und deine Wurftechnik geändert hast?

Anfangs letzter Saison hatte ich gar kein Gefühl mehr und versuchte es mit der Standardtechnik  –plötzlich schien es, als träfe ich alles. Ich glaube, der Grund für den Most Valuable Player war aber meine Leistung am Zweierturnier ZÖKT kurz vor dem Master. Da spielte ich mein bestes Turnier ever. Und vielleicht war auch die eine oder die andere Packung im Park ausschlaggebend, da läuft’s bei mir oft einfacher.

Du bist eher klein und fein gebaut – ein guter Schwinger wärst du nie geworden. Wie schätzt du das im Kubb ein. Gibt es da auch Nachteile oder gar Vorteile?

Ich habe das Gefühl, die Körpergösse spielt beim Kubb keine Rolle. Zwar kann man sich als Grossgewachsener etwas vorlehnen, das hat aber überhaupt keinen Einfluss. Viel entscheidender ist die Psyche.

Du bist Presidente von Tent it Up. Was seid ihr für eine Vereinigung und wie seid ihr auf Kubb gestossen?

Wir sind ein Kollegenkreis, der sich aus der Oberstufenzeit kennt. An den Wochenenden haben wir oft wild campiert. Der Verein Tent it Up gründeten wir, um an einem Fussballturnier teilzunehmen, das nur Vereinen offenstand. Als oberste Priorität hielten wir das „gemütliche Beisammensein“ in den Vereinsstatuten fest. Kurze Zeit später hat Vogel Kubb in die Gruppe gebracht und schnell spielten wir unsere ersten Turniere. Wegen der vielen Turniere hat Kubb letztlich das Wildcampen verdrängt – nicht zur Freude aller. Nur etwa die Hälfte des Vereins hat das Kubbfieber gepackt.

Kommender Samstag findet euer Turnier Kubb it Up zum 7. Mal statt. Wieder habt ihr die 100er Marke geknackt. Wie schafft ihr es, so viele Teams zusammenzutrommeln?

Das frage ich mich selbst… Viele Teams sind Kollegen von uns, die nur an diesem Turnier teilnehmen. In Baden ist Kubb sehr verbreitet, es wird viel geflyert und nach sieben Jahren hat das Turnier einen Ruf erreicht.

Was ist deine Rolle bei der Organisation?

Ein grosser Teil läuft über mich. Bei mir lagern die Kubbsets, ich bring die Infrastruktur vor Ort, helfe an der Bar… bin quasi  Mädchen für alles. Nur mit dem Turnierbetrieb habe ich nichts zu tun. Mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team, alle acht OK-Mitglieder haben ihren Job.

Auf was kann man sich an diesem Kubb it Up freuen?

Das Turnier wird wie gehabt mit dem „Schnabeltassencup“ und dem Hauptturnier durchgeführt. Die Sieger könnten sich über 500.- mehr Kontiki-Reisegutschein nach Schweden freuen (Gesamtwert von 1500.-) und das gute Wetter vom letzten Jahr behalten wir bei.

Du spielst mit Bleiki und Rico als Tend it Up 1 – eines der erfolgreichsten Teams der Schweiz. Trotzdem kann es vorkommen, dass auch in einem Final nicht mehr alle von euch wissen, wie viele Sätze bereits gespielt wurden. Hat das schon zu Unstimmigkeiten geführt?

Nein, für das kennen wir uns lange genug. Erst recht, wenn wir es bis ins Final geschafft haben, ist das voll easy. Solang man nicht schon beim ersten Spiel so drauf ist… Und schliesslich hat es jeden von uns schon weggehauen!

Auf  was freust du dich besonders in der bevorstehenden Saison?

Ich freue mich vor allem, dass die Saison jetzt los geht! Für uns sind die Hightlights die zweittägigen Turniere wie Gruyère und die Schweizermeisterschaft, wenn man Kubben und Campen verbinden kann – dann stehen auch immer mehr Tent-it-Uper auf der Matte.

 

 

 

 

 

 

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