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Endlich!

Nach sechs Jahren und zwei Finalqualifikationen kubbte sich Dr. Chakkala Mastrolorenzo am Kubb it Up 10 erstmals zuoberst aufs Treppchen. In ihrem 40. Turnier auf der Kubbtour besiegten sie im Final den mit dem Mythos der Unbesiegbarkeit umgebene Vorjahressieger “Alles Roger”, und das, obwohl die drei Roger im Finale den 3:0-Sieg bereits vor Augen hatten. Hätte denn der Königsschuss von Fisi-Roger gepasst, wäre es auch im Dritten Finalanlauf nichts geworden mit dem Titel. So aber stand es nach einer emotionaler Aufholjagd von Fisch, Lim und Tobi plötzlich 2:2. Der Entscheidungssatz musste her. Und dieser bot so ziemlich alles, was an Kubb-Spannung geboten werden kann: Klarer Vorsprung KCUA zum Start des letzten Satzes, mindestens vier verschossene Königsschüsse von Fisch, erneutes Comeback vom Team “Roger” inklusiv erneut einem Königsschuss und dann doch noch der Siegestreffer von Dr. Chakkala!

Dr. Chakkala Mastrolorenzo und einer ihren vielen Königswürfe
Dr. Chakkala Mastrolorenzo und einer ihren vielen Königswürfe

 

Der dritte Platz sicherte sich das Kubbtour-Dominatorenteam der letzten beiden Jahre Breitizone. Winny, Pepe und Mighty Mägge besiegten das neu formierte Team Y.O.K.O. (You only kubb once) bestehend aus Beno und den beiden ehemaligen “Kubbsters”-Ladies Sophie und Rebi (wobei Benos alter Kubb-Weggefährte Hekla am Tent it Up Rebi ersetzte). Im Schnabeltassencup gewann das Team “Steibockschingge”.

Regen, Regen, Sonne und nochmals viel Regen

Das erste Turnier der Saison wurde so richtig “verschifft”. Zwar starteten die ersten Partien noch im Trockenen. Der Regen liess aber nicht lange auf sich warten:

Und auch nach einer kurzen, ja fast schon sommerlichen Phase, kam der Regen spätestens nach den 1/4-Finals wieder heftig zurück und verscheuchte einige Zuschauer noch vor dem packenden Finale um ca. 19 Uhr. Schade – dafür konnten die Organisatoren ja nichts. Wohl aber für einen geregelten Turnierablauf. Dieser überzeugte, trotz Routine des OK-Teams, dieses Mal nicht.

Kein Handeln der Organisation

Denn dass sich bei schlechtem Wetter einige Teams vor dem Turnier abmelden oder gar nicht erst erscheinen, ist normal. Aber dass dann die Gruppen mit den fehlenden Teams einfach so belassen werden, war schon eher fahrlässig. Die Folge: Einige Teams spielten in Dreiergruppen, hatten also nur zwei Spiele in der Vorrunde und scheideten als schlechtestes Team gleich aus. Ärger und Enttäuschung waren die logische Folge. Eine Neuorganisation der Gruppen hätte wohl für manch ein Team wenigsten ein Spiel mehr gebracht. Dazu kamen die Wartezeiten. Best-of-3 ohne Zeitlimite war im Original Tent it up die Vorgabe. Auch da logisch, dass einige Spiele eine Ewigkeit dauern können, und taten. Auch hier die gab es eine logische Folge: Lange Wartezeiten. Schade. Man hätte annehmen können, dass ein etabliertes Turnier keine oder nur marginale Ablaufprobleme aufweist.

WM-Sets mit richtigem Holz

Am Rande des Turniers präsentierte die Kubbtour ihren Prototyp eines neuen Kubbsets. Dieses soll an der Schweizermeisterschaft zum Einsatz kommen. Die grösse der Kubbs und Wurfhölzer wurden dem WM-Set abgekupfert, das Holz wurde dennoch nicht übernommen. Das Resultat: Die Kubbs und Wurfhölzer sind massiv schwerer als diejenigen des schwedischen Vorbilds. Wie sich ein Schwedenset mit Massivholz anfühlt, kann im übrigen bereits am 18. Juni an der Whiskyboys-Trophy getestet werden. Auch dort wird mit dem in Belgien scheinbar übligen Sets gespielt.

Dr. Chakkala Mastrolorenzos Weg zu Gold:

2010 gegründet, brauchte das Team um Captain Christoph Fischer alias Fisch sechs Jahr bis es endlich klappte mit Gold. Zwar standen die Jungs bereits 2012 in ihrem ersten Finale. Die damalige Übermacht Öpfelbaum verwehrte ihnen aber ihren ersten Platz ganz oben auf dem Treppchen. Nach einer zweijährigen Final-Durststrecke, klappte es dann am 9. Sprysse Cup in Basel wieder für einen Finaleinzug. Aber auch der zweite Anlauf endete mit Silber. Die Lokalmatadoren Rope-A-Dope liessen den Aargauer keine Chance. Gut zehn Monate und eine Winterpause später kann sich Dr. Chakkala Mastrolorenzo Sieger eines Turniers der Kubbtour nennen – Gratulation!

Die besten Platzierungen der Kubbtour:

2011: Tenedokubb: Achtelfinal.

2012: Kubb im Kurpark 2. Platz.

2013: Gruyère Kubb und 3. Alpen Open jeweils 3. Platz.

2014: Sjökillar Kubb 3. Platz.

2015: 9. Sprysse Cup: 2. Platz und Fribourg Kubb Meeting 3. Platz.

2016: Tent it Up X: 1. Platz.

 

 

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